Leschetizky, Theodor

22.06.1830 - 14.11.1915

Leschetizky, Theodor

Leschetitzky,Theodor 1830-1915
-Andante-Finale für die linke Hand (Muth), Op.013
Leschetitzky-Klavierwerk Nr.1
ISMN M-50000-398-4
(Rezension)
Der Autor ist als führender Klavierpädagoge des 19. Jahrhunderts allgemein bekannt. Seine rund 80 Klavierstücke werden zwar von Hugo Riemann noch lobend erwähnt, sind aber völlig in Vergessenheit geraten. Die vorliegende Paraphrase auf das Finale des zweiten Akts von Donizettis «Lucia di Lammermoor» muss da eigentlich als Kuriosum gewertet werden. Was bewog ihn wohl, diese in breitem, sattem Belcanto angelegte Musik ausgerechnet für
eine Hand allein zu transkribieren? Die üppige Akkordik bedingt ein ständiges Arpeggieren und die vielen eingestreuten Figurationen beschweren den Satz über Gebühr. Eine zweihändige Fassung ergäbe da viel befriedigendere Lösungen. Der Grund mag in einer pädagogischen Zielsetzung liegen: Er wollte eine Klavier-Kantabilität fordern, die sich über das ganze Flitterwerk machtvoll und tragend durchzusetzen vermag. Das bedingt freilich ein sehr hochstehendes Differenzierungsvermögen und eine ausgereifte Technik. Voilà. (Klaus Wolters, SMZ 1/2002, P. 30)

Piano Works
revised and edited by Burkhard Muth

Volume 1
Andante Finale op. 13 for the left hand
ISMN M-50000-398-4
2000 Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e.K.
I

Volume 2
Three easier pieces
  1. Motif Finlandais
  2. Méditation op. 19 Nr. 4: Berceuse
  3. Méditation op. 19 Nr. 6: Consolation
ISMN M-2054-0215-0
2002 Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e.K.


Volume 3
Le doux Rêve / Barcarolle napolitaine
From: Six Méditations op. 11
   1. Le doux Rêve op. 11 Nr. 1
   2. Barcarolle napolitaine op. 11 Nr.4
ISMN M-2054-0306-5
2002 Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e.K.


Volume 4
Hommage à Chopin
From: Contes de Jeunesse. Suite de Morceaux op. 46
Hommage à Chopin op. 46 Nr. 9 (à Monsieur I. J. Paderewski)
ISMN M-2054-0459-8
2003 Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e.K.

(Rezension)
Theodor Leschetizky: Hommage à Chopin Der Name des Autors Leschetizky ist erhalten geblieben als der eines führenden Pädagogen des 19. Jahrhunderts mit einer bahnbrechenden, eigenen Methodik des Klavierspiels. Dass er aber auch ein 49 Opuszahlen umfassendes Klavierwerk hinterlassen hat, wird kaum mehr wahrgenommen. Adolf Ruthardt nennt (1914) noch mehrere Werke und hebt in seiner Wertung von Contes de Jeunesse op. 46 das vorliegende Stück als «das beste und glänzendste der Sammlung» hervor. Von Chopin ist in diesem ziemlich weit gedehnten Satz allerdings nicht gar viel zu spüren. Doch es fällt eine ganz
eigenwillig gestaltete Pianistik von recht hohem Niveau und farbiger Harmonik auf, womit die Neuausgabe des Werkes mit Überzeugung begrüsst werden darf. (Klaus Wolters in SMZ,
1/2005).


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