Sievers, Johannes

15.06.1931

Sievers, Johannes


Johannes Sievers wurde in Köln geboren. Schon früh zeigte er mehrfache musische Begabungen. Als erstes fiel sein Zeichentalent auf Schon in der Grundschule zeichnete und malte er besser als jeder durchschnittliche Lehrer. Außerdem verrieten originelle Formulierungen bei Aufsätzen Lust und Talent zum Fabulieren. Erst in seinem zehnten Lebensjahr entdeckte ein Lehrer mit Hauptfach Musik seine Stimmbegabung sowie sein ungewöhnlich sicheres Tongehör.

Sievers,Johannes 1931

  • -Toccata & Phantasie
    für Orgel
    ISMN M-50000-581-0

Der sachgerechten Förderung seiner Musikalität standen seine überaus ärmlichen häuslichen Verhältnisse im Wege. Seine anderen künstlerischen Gaben gingen in den Wirren und Nachwirkungen des zweiten Weltkriegs unter.

Er erlernte er das Buchbinderhandwerk zum Restaurator für Schriftgut und Grafik aus. Von 1958 bis 1994 leitete er die Restaurierungswerkstatt der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek in Köln und machte in seinem Fach mehrere bahnbrechende Erfindungen.

Während sein bildnerisches Gestalten ein reines Hobby blieb, machte er die Musik zu einem Nebenberuf Da er kein Klavier besaß, fing er mit dem Studium der Harmonie- und Formenlehre an und komponierte bereits, noch ehe er einen Ton spielen konnte. Er studierte Klavier und später dann Orgel. Von 1970 an war er als Organist an 3 verschiedenen Kölner Pfarreien tätig. Sieht man von wenigen Ausnahmen ab, so bewegte sich Johannes Sievers Kompositionen zumeist im tonalen Bereich.

Gelegenheitskompositionen:
1959 Messe für vierstimmigen gemischten Chor mit Orgel. 1961 Mixolydische Toccata für Orgel. 1970 Tanzlied - Quodlibet für gern. Chor a cappella.
1972 Desiderium et Jubilo, Motette für gem. Chor mit Orgel als Bindeglied zwischen adventlicher Vorfeier und Beginn der Christmette.
1973 Deutsches Proprium nach Negro - Spirituals für vierstimmigen gern. Chor a cappella. 1976 Kleines Phantasiestück für ein Tasteninstrument. 1980 Komm der Völker Heiland du, Adventsmotette für gern. Chor a cappella. 1986 Missa Gregoriana für gern. Chor a capelila, Anthologie aus Choralmessen‘ Ordinarium

Kritische Schriften: 28. 01.
1972 in Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln: Popmusik in der Kirche-Ausweg oder Irrweg. in Musica sacra, 100. Jg.1980-1981 - Heft 6, S.. 393: Radarfallen im „Gotteslob“


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