Ginezindkij, Lilya

1892 - 1962

kein

(Rezension)
Ilya Ginezinskij (1892 – 1962) wirkte als Geiger und Komponist in St. Petersburg und gründete nach dem ersten Weltkrieg in Wologda eine Musikschule und eine weiterführende Musikfachschule. Als Komponist hat er nur ein kleines OEuvre hinterlassen.

Sein Sohn Daniel Ginezinskij (*1919) war Solotrompeter am
Leningrader Kirow-Theater, komponiert ebenfalls und verwaltet das musikalische Erbe seines Vaters. Die Romanze in f-Moll mit einer chromatisch strukturierten Melodik (Zigeunermoll) und einer arpeggierten, spätromantischen Harmonik in der Klavierbegleitung steht ganz in der russischen Musiktradition. Terzverwandtschaften,
Vorhalte und überraschende Wendungen machen das musikalische Kleinod spannend. Der ausführende Trompeter muss bereits über ein solides Können verfügen, denn die Anforderungen an Kraft, Höhe (bis c’“) und Ausdrucksfähigkeit sind nicht unbedeutend. Nach der politischen und kulturellen Öffnung der ehemaligen UdSSR erschienen und erscheinen gegenwärtig viele wertvolle Kompositionen der russischen Schule, die es verdienen, im Spielrepertoire der Solisten, aber auch im musikpädagogischen Bereich vermehrt Beachtung zu finden. (W.R. in SMZ 12/2003)

Ilya Ginezinskij (1892 – 1962)
-Romanze für Trompete B(C), Piano
Russische Musik- St. Petersburg
ISMN M-2054-0327-0



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