Weber, Reinhard

21.06.1947

Weber, Reinhard

Reinhold Weber wurde 1927 geboren. Sein Musikstudium absolvierte er am Robert Schumann Institut in Düsseldorf. Seine Examina in Theorie, Komposition, Klavier und
Gehörbildung schloss er mit dem Gesamtprädikat: Mit Auszeichnung ab. Weitere Studien folgten bei Oliver Messiaen (Ästhetik, Analyse), W. Fortner und H. Heiss (Komposition)
und G. Nestler (Elektronische Musik). Seine Werke werden neben konzertanten Aufführungen in den deutschen Rundfunkanstalten ausgestrahlt. Bereits über 20 seiner Instrumentalwerke wurden verlegt. Seine Aufnahmen zeigen seinen freitonalen Stil, der Charaktereigen rhythmisch, harmonisch berührt. Er lehrte am Badischen Konservatorium und an der Universität Karlsruhe.

(Zeitungshinweis auf Webers 80. Geburtstag)
Der in Gießen geborene Komponist Reinhold Weber ist eine feste Größe im musikalischen Leben des deutschen Südwesten. Anlässlich seines 80. Geburtstags führt das Institut für Musik und Akustik eine Auswahl seiner elektronischen Werke u.a. »Musica mundana« und »Elektronische Sinfonie« auf. Gut dreißig künstlerisch erfüllte Jahre lang lehrte der 1927 geborene Komponist Reinhold Weber am Badischen Konservatorium Karlsruhe elektronische Komposition und erstellte zahlreiche Werke am Studio für elektronische Musik der Universität Karlsruhe. In den Rundfunkanstalten der ARD wurden seine Werke dem Publikum regelmäßig auf den entsprechenden Sendeplätzen für Neue Musik vorgestellt. Das Programm wird kombiniert mit Werken des tschechischen Komponisten Miroslav Hlavác (*1923).

(in english)
[Composer Reinhold Weber, born in Gießen, is one of the greats in the musical life of the German southwest. On the occasion of his eightieth birthday, ZKM | Institute for Music and Acoustics presents a selection of his electronic works, among them "Musica mundana" and "Elektronische Sinfonie." For a good thirty artistically fulfilled years, Reinhold Weber, born in 1927, taught electronic composition at the Badisches Konservatorium Karlsruhe and produced numerous works at the University of Karlsruhe’s electronic music studio. At the broadcasting institutes of the ARD, his work is regularly presented to a public on the appropriate stations for new music. The program will be combined with works by the Czech composer Miroslav Hlaváč (*1923).]

Werkauswhl, die im Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e. K. erhältlich sind:

Weber,Reinhold *1927

Das Buch

Kölner Musikbeiträge, Band 25

  • - Essay über die Kompositionsstilistik bei Reinhold Weber
    - Weber Werkverzeichnis (WebWV) ISMN 3-928453-25-4 vorb.

    Die Notenausgaben

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 1
  • -Drei Aphorismen, WebWV 1 Schwierigkeitsgrad M 2-3
    -Vier Miniaturen, 1964 WebWV 2 Schwierigkeitsgrad U 3-4
    für Klavier, ISMN M-2054-0153-5
    (Der Komponist zu seinem Werk)
    Besonders für den Unterricht geeignet.

  • -Music for Clarinet & Organ, 1990, WebWV 3
    Quasi Recitativo und Quasi Toccata
    Klarinette in B, Orgel
    ISMN M-50000-712-8

    Musik für Klarinette und Orgel. Dieses durchgehende zweisätzige Werk beginnt mit dem Satz Quasi Recitativo in der Art eines Rezitatives mit ständig wechselnder Metrik: 4/ 4, 3/4, 2/4. Der zweite Satz Quasi Toccata in der Art einer Toccata beginnt mit dem 5/4 Takt. Später findet eine allmähliche metrische Kompression über 4/4, 3/4, bis hin zum 2/4 Takt statt; gefolgt von einer metrischen Dehnung über 4/ 4 und 5/4 Takt. Der toccatenhafte Charakter entwickelt sich erst im Laufe dieses Satzes. Die Intervalle sind meinem Stil gemäß in große Septimen montiert. Die Registrierungshinweise sollen nur als Anregung dienen. (Reinhold Weber)

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 3
  • -Zeitquanten für Klavier, 1968, WebWV 4
    ISMN M-2054-0716-2
    Die Zeitintervalle der Klänge und der Pausen (gespannte Stille) sind genau berechnet und aufeinander abgestimmt, damit die Spannungsfelder ökonomische Wirkung haben. Das
    erste Drittel der Klänge verdichtet sich; im letzten Drittel findet der umgekehrte Vorgang (Dehnung) statt, daher - Zeitquanten -.(Reinhold Weber)

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 4
  • -Winterstücke, 1977, WebWV 5
    Suite für Klavier
    ISMN M-2054-0721-6
    „Winterstücke“ (Suite) für Klavier ist eine Folge von entsprechenden atmosphärischen Klangstimmungsimpressionen. Schnee, Eis, Kälte, Glocken – dafür eignet sich besonders das Intervall der großen Septime, sei es in vertikalen Klangmontagen oder auch in punktueller, sukzessiver Klangfolge. Auch andere Intervalle werden in Septmontagen simultan oder gebrochen strukturell integriert. Ein besonderer Reiz entsteht, wenn im letzten Stück „Christnacht“ dieser Komposition der Choral „Vom Himmel hoch...“ mit dieser Technik harmonisiert erklingt. Dann wird die Klangkälte der Winternacht mit der Wärme der Christnacht zu einer transzendenten Einheit kulminiert. (Reinhold Weber)

    Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 2
  • -Spektrales Kontinuum für Orgel, 1968, WebWV 6
    ISMN M-2054-0718-6
    Diese statische Komposition beginnt mit Klangspektren, die von einem rhythmischen Kontinuum durchpulst werden. Es folgen überlagerte rhythmische Verdichtungen und nach und nach eintretende Figurationen, doch immer wieder bricht das erwähnte Kontinuum mit seinem aus Mixintervallen montiertem Klangmaterial durch, so dass der Hörer einen
    magischen Klangeindruck gewinnt. (Reinhold Weber)

    Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 1
  • -Passacaglia für Orgel, 1963, WebWV 7
    ISMN M-2054-0717-9
    Die Satztechnik ist eine Kombination der Zwölftontechnik auf der Basis von J. M. Hauer / Hermann Heiss und dem Akkordgefälle orientiert nach P. Hindemith.
    Besondere Merkmale dieser Komposition sind Mixturintervalle, rhythmische Verdichtung, rhythmisches Klangkontinuum und chromatischer Kontrapunkt.
    Dieses Werk wurde u.a. 1988 in der Kathedrale Nôtre Dame in Paris aufgeführt.
    (Reinhold Weber)

    Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 3
  • -Fantasia e Fuga
    con risposte alla septima sopra B-A-C-H per organo,
    1981, WebWV 8
    ISMN M-2054-0719-3

    Die dreiteilige Fantasie entwickelt sich figurativ bis hin zu geballten Akkorden. Der Mittelteil beginnt ruhiger, und entwickelt sich rhythmisch und klanglich auf den 3. Teil, den Höhepunkt zu. Es folgt die Fuge, mit vier Durchführungen. (Reinhold Weber)

  • -Suite für Hornquartett, 1992, WebWV 9
    Partitur, Stimmen (4 Hörner in F)
    ISMN M-2054-0720-9
    Diese Suite für Hornquartett ist eine dreidimensionale Komposition. Die Interpreten sind im Raum verteilt, um den Raumeffekt zu erzeugen: Das Publikum sitzt in der Mitte, so dass sie von den Hörnern umgeben sind. Alle Hörner sind in F notiert. „Halali 1“ im 5/4-Takt steigert sich als Jagdblasen zu einem klanglichen-rhythmischen-dynamischen Höhepunkt.
    „Monotonie“ wirkt nun ihrer reihenmetrischen Kompression und den sich verändernden Klangfarben entsprechend zum Halali 1 als Kontraststück. Gegen Ende dieses Stückes
    entwickelt sich metrische Reihendehnung. Der dritte Satz – „Jagd“– ist ein Kontinuum, welches sich rhythmisch im 6/8-Takt steigert. Während des folgenden dynamischen und klanglichen Rückgangs verdichtet sich jedoch der Rhythmus. Es folgt dann eine erneute leicht variierte und verkürzte Reprisensteigerung zum Höhepunkt. Der vierte Satz – „Kontraste“ – ist ein Schlagsatz im 4/4- Takt, der von einem quasi choralartigen Zwischensatz unterbrochen wird.
    Der eigentliche, spontanartig eintretende Höhepunkt des ganzen Werkes beginnt mit dem letzten Satz – „Halali 2“ – im 5/4-Takt. Im Gegensatz zu Halali 1 entwickelt sich Halali 2
    zurück, so dass das Werk wie in einer abgerundeten Ellipse sich schließt. (Reinhold Weber)

  • -Suite für Violoncello & Gitarre, WebWV 10
    ISMN M-2054-0149-8
    Suite für Violoncello und Gitarre beginnt mit Tanz I im
    ständigen Wechsel von 5/4-Takt (3:2), 4/4-Takt, 5/4-Takt (2:3) und wieder 4/4 Takt, wodurch eine starke rhythmische und metrische Spannung erzeugt wird. Es folgt die Impression, danach gefolgt von Tempo di quantita, den Zeitquanten. Hier bestehen sehr strenge Verhältnisse in gegenseitigen Bezügen der Noten- und Pausenwerte. Es entstehen metrische Kompressionen und später metrische Dehnungen, Dieses Stück muss äußerst streng in der Rhythmik und im Tempo gespielt werden, denn durch die metrischen und rhythmischen Strukturen in Form von Zeitintervallen trägt dieses Stück sich selbst. Mit dem Finale - dem Tanz II, welches besonders im Cello, ein Kontinuum darstellt- endet dieses Werk. (Reinhold Weber)

  • -Vier Miniaturen für Trompete & Harfe, 2003, WebWV 11
    Erlebnis: Trompete Nr.26
    Trompete in C/B,Harfe (Klavier)
    ISMN M-2054-0529-8 Trp,Harfe
    Dieses Werk beginnt mit dem Satz Introduzione. Der 5/4 Takt unterteilt sich stets in 3:2 - 2:3 abwechselnd. Die zweite Miniatur Ballo I steht im 2/4 - Takt und muss sehr vornehm - leicht - federnd - elegant - delikat - tänzerisch interpretiert werden. Der dritte Satz: Impressione sollte lyrisch gespielt werden. Hier hat man es mit einer metrischen Reihe zu tun: 5/4, 4/4, 3/4 und 2/4-Takt. Wichtig ist, dass jeder Taktbeginn etwas betont wird, damit die Spannung zur Geltung kommt, Der Finalsatz: Ballo II in 6/8 - Takt ebenenfalls ein Tanz der sehr rhythmisch ist. Maßgebend ist hier das teilweise herrschende – sequenzierte - Kontinuum in der Harfe (Reinhold Weber.)

  • -Suite Animato -2002-, WebWV 12
    für 2 Trompeten in B, Horn in F, Posaune, Tuba
    -Introduzione -Disposizione -Ballo (Tanz)
    Brass Ensemble (Quintett)
    ISMN M-2054-0660-8 Trp2,Hn,Pos,Tb
    Die Suite Animato ist für das „klassische“ Brassensemble, 2 Trompeten, Horn in F, Posaune und Tuba aus dem Bedürfnis entstanden, neben den altbekannten Bearbeitungen ein
    zeitgenössisches Originalwerk für diese beliebte Besetzung zu haben. Auf Grund seines Tonumfanges, der Satzfolge und stilistische Verarbeitung eignet sich dieses Werk sowohl als
    Konzertbeitrag aber auch für fortgeschrittene junge Ensembles als Beitrag für den Wettbewerb „Jugend musiziert“

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 2
  • -Fantasie und Fuge über B-A-C-H für Klavier, WebWV 13
    ISMN M-2054-0659-2
    Fantasie und Fuge über B-A-C-H (in memoriam Johann Sebastian Bach)
    Dieses Werk besteht aus vier ineinandergehenden Teilen. Der erste Teil beginnt mit einem großangelegten Ostinato (B-A- C-H), welches nach und nach rhythmisch und klanglich sich
    steigernd zu einem Höhepunkt geführt wird.
    Im zweiten Teil folgt ein strukturelles Quasi-Rezitativ.
    Auch der dritte –präludierende – Teil (Quasi-Präludium) wird zu einem weiteren Höhepunkt geführt. Eine kurze Überleitung mündet in den vierten Teil, eine Fuge mit Septbeantwortung, deren Form aus zwei Durchführungen mit jeweiligem Zwischenspiel, dritter Durchführung mit
    Engführung, Zwischenspiel und vierter großangelegter Durchführung mit steigender Vergrößerung zum das harmonische Gefälle berücksichtigendem Schluss hin besteht.
    (Reinhold Weber)

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 6
  • -Suite für Klavier, 1966, WebWV 14
    Suite für Klavier zu 4 Händen
    ISMN M-2054-0771-1
    Familie Liselotte und Alexander Furtwängler gewidmet schreibt Reinhold Weber das 15-minütige Klavierwerk zu 4 Händen mit der Satzfolge: 1. Explosionen, 2 Motor, 3. Montage,
    4. Mixturwellen, 5. Impulse, 6. Variable Zellen, 7. Zentrifuge.

    Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 5
  • -Kristallstadt für Klavier, WebWV 25
    ISMN M-2054-0769-8
    Man stelle sich vor: Transparente Strukturen, Strassen, Gebäude, Wesen, sich verändernde Helligkeiten, reflektierende-fließende Farben... alles beweglich... es tönt ... klingt gläsern... kristallinisch... eine Kristallstadt.
    Aus einer Einleitung entwickelt sich allmählich ein tanzartiger Rhythmus, der in eine Fuge mündet. ...

  • -Sieben Miniaturen für Saxophonquartett, WebWV 111
    Sopran,- Alt-, Tenor- und Bariton-Saxophon
    ISMN M-2054-0770-4
    Die sieben Miniaturen zeichnen sich durch kontrastierende Satzcharakteren aus. Die Intervallstruktur der Miniaturen bezieht sich sowohl vertikal als auch horizontal auf die große
    Septime.

 


Bitte nutzen Sie unsere Online-Shop Suchmaschine für die derzeit vorhandenen Werke dieses Komponisten.