Weber, Reinhold
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Reinhold Weber wurde 1927 in Gießen (Lahn) geboren. Von 1946 bis 1956 Studium am Robert-Schumann- Konservatorium (heute: Hochschule) Düsseldorf in den Fächern Klavier (Max Martin Stein), Gehörbildung, Theorie (Joseph Neyses (1893-1988) und Jürg Baur (1918-2010) und Komposition (Jürg Baur); Examen mit Auszeichnung; weiterführende Studien in Komposition bei Wolfgang Fortner (1907-1987), Hermann Heiß (1897–1966), Ästhetik und Analyse Oliver Messiaen (1908-1992) sowie elektronische Musik Gerhard Nestler (1900-1983). Von 1964 bis 1992 hauptamtlicher Lehrer für Klavier, Gehörbildung, Musiktheorie und Komposition am Badischen Konservatorium Karlsruhe, bis zum Jahre 2000 außerdem tätig im Studio für Elektronische Musik der Universität Karlsruhe; erfolgreiche Tätigkeit als Komponist; Wiedergabe seiner Werke in zahlreichen Konzerten des In-Auslands sowie im Rahmen von Sendungen deutscher Rundfunkanstalten (WDR, NDR, HR u. a.); Akzessit beim internationalen Kompositionswettbewerb für Klaviermusik „Voya Toncitch“ in Paris 1987;
Reinhold Weber entwickelte fast alle Genres der Musik Veröffentlichung von über 100 Werken, aus fast allen Bereichen, Einspielungen von 18 elektronischen Kompositionen auf LP und CD.
The Composer
Reinhold Weber was born in 1927 in Gießen (Lahn). From 1946 to 1956 he studied piano with ax Martin Stein, ear training, theory Joseph Neyses (1893-1988) and Jürg Baur (1918-2010), and composition with Jürg Baur at the Robert-Schumann- Konservatorium, Düsseldorf, and assed his examination with distinction. He attended further courses - in composition with Wolfgang Fortner (1907-1987), Hermann Heiß (1897–1966), in aesthetics and analysis with Oliver Messiaen (1908-1992) and in electronic music with Gerhard Nestler (1900-1983). As a full time teacher he taught piano, music theory etc at the Badisches Konservatorium from 1964 to 1992, but he also worked until 2000 in the Department of Electronic Music at the University of Karlsruhe. As a composer Rheinhold Weber also archieved distinction. His compositions have been performed in numerous concerts at home and abroad, and have been broadcast by German radio stations.
More than 100 of his instrumental works (keyboard music, chamber musik etc) have been published so far, and an additional 18 electronic compositions have been recorded on LP and CD.
Wolfgang G. Haas
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Werkauswhl, die im Wolfgang G. Haas-Musikverlag Köln e. K. erhältlich sind:
- Kölner Musikbeiträge, Band 25
- Essay über die Kompositionsstilistik bei Reinhold Weber
- Weber Werkverzeichnis (WebWV), ISMN 3-928453-25-4 Vorb.
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 1
Drei Aphorismen, WebWV 1
Schwierigkeitsgrad M 2-3
-Vier Miniaturen, 1964 WebWV 2, Schwierigkeitsgrad U 3-4 für Klavier ,
ISMN M-2054-0153-5
Besonders für den Unterricht geeignet.
Das Buch
- Music for Clarinet & Organ, 1990, WebWV 3
Quasi Recitativo und Quasi Toccata, Klarinette in B, Orgel, ISMN M-50000-712-8
Musik für Klarinette und Orgel. Dieses durchgehende zweisätzige Werk beginnt mit dem Satz Quasi Recitativo in der Art eines Rezitatives mit ständig wechselnder Metrik: 4/4, 3/4, 2/4. Der zweite Satz Quasi Toccata in der Art einer Toccata beginnt mit dem 5/4 Takt. Später findet eine allmähliche metrische Kompression über 4/4, 3/4, bis hin zum 2/4 Takt statt; gefolgt von einer metrischen Dehnung über 4/4 und 5/4 Takt. Der toccatenhafte Charakter entwickelt sich erst im Laufe dieses Satzes. Die Intervalle sind meinem Stil gemäß in große Septimen montiert. Die Registrierungshinweise sollen nur als Anregung dienen. (Reinhold Weber)
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 3
Zeitquanten für Klavier, 1968, WebWV 4, ISMN M-2054-0716-2
Die Zeitintervalle der Klänge und der Pausen (gespannte Stille) sind genau berechnet und aufeinander abgestimmt, damit die Spannungsfelder ökonomische Wirkung haben. Das erste Drittel der Klänge verdichtet sich; im letzten Drittel findet der umgekehrte Vorgang (Dehnung) statt, daher - Zeitquanten -.(Reinhold Weber)
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 4
Winterstücke, 1977, WebWV 5, Suite für Klavier, ISMN M-2054-0721-6
„Winterstücke“ (Suite) für Klavier ist eine Folge von entsprechenden atmosphärischen Klangstimmungs-impressionen. Schnee, Eis, Kälte, Glocken – dafür eignet sich besonders das Intervall der großen Septime, sei es in vertikalen Klangmontagen oder auch in punktueller, sukzessiver Klangfolge. Auch andere Intervalle werden in Septmontagen simultan oder gebrochen strukturell integriert. Ein besonderer Reiz entsteht, wenn im letzten Stück „Christnacht“ dieser Komposition der Choral „Vom Himmel hoch...“ mit dieser Technik harmonisiert erklingt. Dann wird die Klangkälte der Winternacht mit der Wärme der Christnacht zu einer transzendenten Einheit kulminiert. (Reinhold Weber)
- Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 2
Spektrales Kontinuum für Orgel, 1968,WebWV 6, ISMN M-2054-0718-6
Diese statische Komposition beginnt mit Klangspektren, die von einem rhythmischen Kontinuum durchpulst werden. Es folgen überlagerte rhythmische Verdichtungen und nach und nach eintretende Figurationen, doch immer wieder bricht das erwähnte Kontinuum mit seinem aus Mixintervallen montiertem Klangmaterial durch, so dass der Hörer einen magischen Klangeindruck gewinnt. (Reinhold Weber)
- Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 1
-Passacaglia für Orgel, 1963, WebWV 7, ISMN M-2054-0717-9
Die Satztechnik ist eine Kombination der Zwölftontechnik auf der Basis von J. M. Hauer / Hermann Heiss und dem Akkordgefälle orientiert nach P. Hindemith.
Besondere Merkmale dieser Komposition sind Mixturintervalle, rhythmische Verdichtung, rhythmisches Klangkontinuum und chromatischer Kontrapunkt.
Dieses Werk wurde u.a. 1988 in der Kathedrale Nôtre Dame in Paris aufgeführt. (Reinhold Weber)
- Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 3
Fantasia e Fuga con risposte alla septima sopra B-A-C-H per organo, 1981, WebWV 8
ISMN M-2054-0719-3
Die dreiteilige Fantasie entwickelt sich figurativ bis hin zu geballten Akkorden. Der Mittelteil beginnt ruhiger, und entwickelt sich rhythmisch und klanglich auf den 3. Teil, den Höhepunkt zu. Es folgt die Fuge, mit vier Durchführungen. (Reinhold Weber)
- Suite für Hornquartett, 1992, WebWV 9
Partitur, Stimmen (4 Hörner in F) ISMN M-2054-0720-9
Diese Suite für Hornquartett ist eine dreidimensionale Komposition. Die Interpreten sind im Raum verteilt, um den Raumeffekt zu erzeugen: Das Publikum sitzt in der Mitte, so dass sie von den Hörnern umgeben sind. Alle Hörner sind in F notiert.
„Halali 1“ im 5/4-Takt steigert sich als Jagdblasen zu einem klanglichen-rhythmischen-dynamischen Höhepunkt.
„Monotonie“ wirkt nun ihrer reihenmetrischen Kompression und den sich verändernden Klangfarben entsprechend zum Halali 1 als Kontraststück. Gegen Ende dieses Stückes entwickelt sich metrische Reihendehnung.
Der dritte Satz – „Jagd“– ist ein Kontinuum, welches sich rhythmisch im 6/8-Takt steigert. Während des folgenden dynamischen und klanglichen Rückgangs verdichtet sich jedoch der Rhythmus. Es folgt dann eine erneute leicht variierte und verkürzte Reprisensteigerung zum Höhepunkt.
Der vierte Satz – „Kontraste“ – ist ein Schlagsatz im 4/4-Takt, der von einem quasi choralartigen Zwischensatz unterbrochen wird.
Der eigentliche, spontanartig eintretende Höhepunkt des ganzen Werkes beginnt mit dem letzten Satz – „Halali 2“ – im 5/4-Takt. Im Gegensatz zu Halali 1 entwickelt sich Halali 2 zurück, so dass das Werk wie in einer abgerundeten Ellipse sich schließt. (Reinhold Weber)
Suite für Hornquartett: Bei der vorliegenden Suite für Hornquartett dreht es sich wie so oft bei Hörnern vieles um die Jagd. Ein einleitendes Jagdanblasen beginnend auf dem Ton F (Halali I) und ein abschließendes Jagdausblasen endend auf dem Anfangston F (Halali II) umrahmen den zentralen 3 Satz (Jagd), flankiert von zwei kontrastierenden Sätzen (Monotonie und Kontraste). Die Spieler sollten während des ganzen Stückes im Raum verteilt stehen, um eine dreidimensiolale Wirkung zu erzielen. Durch percussive Elemente wie Klopfen auf den Mundstückrand und Theatralisches wie marschartiges Bewegen im choralartigen Mittelteil hebt sich der 4. Satz (Kontraste) vom freitonalen Gestus der Komposition ab und wird so seinem Titel gerecht.
(Jakob Hefti in SMZ Nr. 5/Mai 2007)
- Suite für Violoncello & Gitarre, WebWV 10,
ISMN M-2054-0149-8
Suite für Violoncello und Gitarre beginnt mit Tanz I im ständigen Wechsel von 5/4-Takt (3:2), 4/4-Takt, 5/4-Takt (2:3) und wieder 4/4 Takt, wodurch eine starke rhythmische und metrische Spannung erzeugt wird. Es folgt die Impression, danach gefolgt von Tempo di quantita, den Zeitquanten. Hier bestehen sehr strenge Verhältnisse in gegenseitigen Bezügen der Noten- und Pausenwerte. Es entstehen metrische Kompressionen und später metrische Dehnungen, Dieses Stück muss äußerst streng in der Rhythmik und im Tempo gespielt werden, denn durch die metrischen und rhythmischen Strukturen in Form von Zeitintervallen trägt dieses Stück sich selbst. Mit dem Finale - dem Tanz II, welches besonders im Cello, ein Kontinuum darstellt- endet dieses Werk. (Reinhold Weber)
- Vier Miniaturen für Trompete & Harfe , 2003, WebWV 11 Erlebnis: Trompete Nr.26
Trompete in C/B,Harfe (Klavier) ISMN M-2054-0529-8 Trp,Harfe
Dieses Werk beginnt mit dem Satz Introduzione. Der 5/4 Takt unterteilt sich stets in 3:2 - 2:3 abwechselnd.
Die zweite Miniatur Ballo I steht im 2/4 - Takt und muss sehr vornehm - leicht - federnd - elegant - delikat - tänzerisch interpretiert werden. Der dritte Satz: Impressione sollte lyrisch gespielt werden.
Hier hat man es mit einer metrischen Reihe zu tun: 5/4, 4/4, 3/4 und 2/4-Takt. Wichtig ist, dass jeder Taktbeginn etwas betont wird, damit die Spannung zur Geltung kommt,
Der Finalsatz: Ballo II in 6/8 - Takt ebenenfalls ein Tanz der sehr rhythmisch ist. Maßgebend ist hier das teilweise herrschende – sequenzierte - Kontinuum in der Harfe
(Reinhold Weber.)
- Suite Animato -2002-, WebWV 12
für 2 Trompeten in B, Horn in F, Posaune, Tuba -Introduzione -Disposizione -Ballo (Tanz)
Brass Ensemble (Quintett) ISMN M-2054-0660-8 Trp2,Hn,Pos,Tb
Die Suite Animato ist für das „klassische“ Brassensemble, 2 Trompeten, Horn in F, Posaune und Tuba aus dem Bedürfnis entstanden, neben den altbekannten Bearbeitungen ein zeitgenössisches Originalwerk für diese beliebte Besetzung zu haben.
Auf Grund seines Tonumfanges, der Satzfolge und stilistische Verarbeitung eignet sich dieses Werk sowohl als Konzertbeitrag aber auch für fortgeschrittene junge Ensembles als Beitrag für den Wettbewerb „Jugend musiziert“
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 2
Fantasie und Fuge über B-A-C-H für Klavier, WebWV 13 ISMN M-2054-0659-2
Fantasie und Fuge über B-A-C-H (in memoriam Johann Sebastian Bach)
Dieses Werk besteht aus vier ineinandergehenden Teilen.
Der erste Teil beginnt mit einem großangelegten Ostinato (B-A-C-H), welches nach und nach rhythmisch und klanglich sich steigernd zu einem Höhepunkt geführt wird.
Im zweiten Teil folgt ein strukturelles Quasi-Rezitativ.
Auch der dritte –präludierende – Teil (Quasi-Präludium) wird zu einem weiteren Höhepunkt geführt.
Eine kurze Überleitung mündet in den vierten Teil, eine Fuge mit Septbeantwortung, deren Form aus zwei Durchführungen mit jeweiligem Zwischenspiel, dritter Durchführung mit Engführung, Zwischenspiel und vierter großangelegter Durchführung mit steigender Vergrößerung zum das harmonische Gefälle berücksichtigendem Schluss hin besteht.
(Reinhold Weber)
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 6
Suite für Klavier, 1966, WebWV 14, Suite für Klavier zu 4 Händen, ISMN M-2054-0771-1
Familie Liselotte und Alexander Furtwängler gewidmet schreibt Reinhold Weber das 15-minütige Klavierwerk zu 4 Händen mit der Satzfolge: 1. Explosionen, 2 Motor, 3. Montage, 4. Mixturwellen, 5. Impulse, 6. Variable Zellen, 7. Zentrifuge.
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 8
Edelsteine, (1966), WebWV 17, ISMN M-2054-0893-0
Zu diesem Klavier-Werk regten mich die jeweiligen Edelsteine in ihrer kristallinischen Struktur an: - Spinell -Amethyst -Aquamarin -Topas-Rubin -Saphir -Granat -Diamant
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 5
Kristallstadt für Klavier, WebWV 25 ISMN M-2054-0769-8
Man stelle sich vor: Transparente Strukturen, Strassen, Gebäude, Wesen, sich verändernde Helligkeiten, reflektierende-fließende Farben... alles beweglich... es tönt ... klingt gläsern... kristallinisch... eine Kristallstadt.
Aus einer Einleitung entwickelt sich allmählich ein tanzartiger Rhythmus, der in eine Fuge mündet. ...
- Das Klavierwerk Reinhold Weber, Folge 7
Ritual, 1990, WebWV 28 Suite für Klavier zu 2 Händen ISMN M-2054-0892-3
Ritual für Klavier ist ein rhythmisches Werk mit teils elegischer Atmosphäre; letztere besonders am Anfang und am Schluß.
Die Metrik 7/4-Takt wird verkürzt über 6/4 , 5/4- zum 4/4-Takt. Danach wird der 6/4-Takt erneut verkürzt über 5/4- zum 3/4-Takt. Zugleich verdichtet sich die Rhythmik, und der Klangumpfang wird erweitert wowie das harmonische Mixturgefälle ständig gespannter. Zum Schluß hin beruhigt sich die Rhythmik, die Metrik dehnt sich und die harmonische Spannung entspricht wieder dem an sich schon gespannten Anfang. Insgesamt hat das Werk einen rhythmisch- metrischen, rituellen Klangcharakter, der somit zum Ausdruck kommt.
- Permutationen für Klavier
Das Klavierwerk, Folge 9
Dauer 13 Min..
(1999) WebWV 30
ISMN M-2054-0944-9
In diesem aufgelockerten Werk im Zwölfton permutiert die Reihe bezüglich zur Rhythmischen Reihe. Später, unter Beibehaltung der Permutation jeweils in Klang und Rhythmik, und die Harmonik entfaltet ihre Spannung von einer Art Pantomime über einen Tanz hin zu einem Höhepunkt in 21 Takten mit freier Rhythmik.
- Das Orgelwerk Reinhold Weber, Folge 4
Klangstrukturen für Orgel
über VENI SANCTE SPIRITUS (2003), WebWV 39 ISMN M-2054-0894-7
- Vier Miniaturen für Akkordeon
1. Struktur
2. Motor
3. Pneumatische Zellen
4. Fächerspiel
Dauer 4 Min. 30 Sec.
(1970), WebWV 41
ISMN M-2054-0945-6
- Suite für Fagott und Klavier
Dauer 16 Min. 30 Sec.
(2005), WebWV 43
ISMN M-2054-0945-6
Dieses Werk besteht aus fünf Sätzen:
Es beginnt mit dem -Ballo I-, einem (ballettartigen) Tanz. Es herrscht ein ständiger Takt-wechsel: 5/4-, 4/4- und 3/4-Takt. Dann folgt die -Impressione- im 4/4-Takt.
Daraufhin erklingt -Ballo II- im eleganten 3/4-Takt. Nun folgt -Tempo di quantità
(Zeitquanten)-. Hier hat man es mit Zeitintervallen von Pausen- und Notenwerten zu tun, die streng aufeinander bezogen sind. Es kommt zu allmählicher Taktkompression und anschließender Taktdehnung. Deshalb müssen die Parameter Tempo, Noten und Pausen von
den Interpreten äußerst streng durchgeführt bzw. durchgehalten werden.
Dadurch trägt dieser Satz sich selbst, er ist ohne Takt. Den Abschluß bildet -Ballo III- im 6/8-Takt in tänzerischer Motorik. Nach einer Steigerung folgt ein Abfall, der doch von der
zunehmenden Rhythmik getragen wird. Dieser formelle Zustand geht über in eine
verkürzte Reprise mit einer Steigerung zum Höhepunkt hin.
- Suite für Bläsersextett (1996), WebWV 70
2 Klarinetten in B, 2 Hörner in F, 2 Fagotte
Ballo 1 - Impressione - Ballo 2 - Tempo di quantità - Ballo 3
Partitur mit Stimmensatz
ISMN M-2054-0900-5
Dieses Werk ist - wie üblich - in den Zusammenklängen in Großseptintervallen montiert.
Der erste Satz - Ballo 1 - steht im 5/4-Takt, hat Tanzcharakter, ist sehr rhythmisch-statisch, entwickelt sich und mündet in eine Kurzreprise. Der zweite Satz - Impressione - hat eine durchgehende metrische Reihe: 5/4-, 4/4-, 3/4- und 2/4-Takte mit lyrischem Charakter, melodisch-strukturell.
Der dritte Satz - Ballo 2 - ist ein Scherzo (3/4-Takt). Der Mittelteil (Trio) ist im Gegensatz zum tänzerisch-rhythmischen ersten Teil und der entsprechenden verkürzten Reprise melodisch mit punktueller Rhythmik. Der vierte Satz - Tempo di quantità (Zeitquanten) - ist ausgesprochen statisch strukturiert.
Die Zeitintervalle der Noten- und Pausenwerte, streng aufeinander bezogen, unterliegen einer zunächst strukturellen Kompression, danach dehnt sich die Metrik strukturell. Durch diese Strukturen trägt sich das Stück selbst und wirkt durch sich selbst. (Interpretation äußerst streng). Der fünfte Satz - Ballo 3 (Continuum) - steht im 6/8-Takt. Das immer wieder auftretende
Kontinuum trägt diesen Satz strukturell; er entwickelt sich, zerfällt im Mittelteil und entwickelt sich dann in einer Kurzreprise zum Höhepunkt (Finalcharakter).
- Reinhold Weber
Suite
für Saxophone, Schlagzeug und Kontrabass (2001)
Toccata - Impressione - Ritual - Tempo di quantità - Kontinuum)
WebWV 74, 14 Min 25 Sec
Diese Suite für Saxophone (Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon), Schlagzeug und Kontrabaß ist in meinem eigenen Mixtur-Klangstil geschrieben.
Das strukturelle Grundintervall ist die große Septime; alle anderen Intervalle beziehen sich entsprechend darauf. Ein weiteres wichtiges Merkmal meines Stils ist die Rhythmik.
Dieses Werk beginnt mit einer Toccata im wechselnden 5/8-, 4/8- und 3/8-Takt. Bei der
Interpretation ist es wichtig, daß man die jeweilige Eins eines jeden Taktes immer wieder stärker betont, dagegen je nach Takt ebenfalls die Zwei oder Drei, wenn auch etwas schwächer als die Eins, doch ebenfalls entsprechend betont. Dadurch hört man besser den jeweiligen starken Taktteil und den jeweiligen sich verändernden Taktteil, wodurch eine enorme Spannung erzielt wird (3:2 und 2:3 im 5/8-Takt). Diese enorme Spannung wird noch mehr gesteigert durch die Taktwechsel, deren jeweilige Eins ebenfalls betont wird: 3:2 im 5/8-, die Eins im 4/8-, die Eins im 3/8-, 2:3 im 5/8-, die Eins erneut im 4/8- und 3/8-Takt).
Formal: übergeordnete Steigerung, dann Abfall und darauf folgende noch größere Steigerung.
Der zweite Satz - Impressione- ist ein dreiteiliges stimmungsreiches, gesangliches, teilweise
sphärisches Stück im 4/4-Takt; im Mittelteil findet eine Intensivierung der Rhythmik statt.
Der dritte Satz -Ritual- im wechselnden 4/4- und 2/2-Takt ist ebenfalls ein Stimmungsstück mit leicht angedeutet asiatischem Bezug, daher etwas geheimnisvoll im Vortrag.
Der vierte Satz -Tempo die quantità (Zeitquanten)- ist ein Stück, das elementar ganz aus sich selbst heraus wirkt, also sich selbst trägt. Daher ist es wichtig, daß es sehr streng im Tempo und in der Rhythmik (Noten- und Pausenwerte) wie ein Computer (also ohne Emotionen !) gespielt wird. Der Satz beginnt mit metrischen und rhythmischen Zeitintervallkompressionen.
Die Verdichtungen werden nach und nach kürzer bis hin zu einer Splitterrhythmik, danach folgen metrische und rhythmische Dehnungen bis zum Schluß. Gehalten wird dieser Satz gleichzeitig von Klangimpulsen.
Der fünfte und letzte Satz -Kontinuum- ist ein ballettartiger Finalsatz im 6/8-Takt.
Das Fundament des Kontinuum trägt diesen Teil, darüber laufen die oberen Klangstrukturen.
Formal: Entwicklung, Abfall, danach Steigerung zum Höhepunkt, dem Schluß, hin. - Streichquartett
Zeitquanten für Streichquartett
(2. Fassung 2004), WebWV 76 ISMN M-2054-0897-6
In diesem Werk sind die Zeitwerte der Pausen auf die Dauer der jeweiligen darauffolgenden Noten bezogen. Durch Kompressionen der Zeitintervalle entstehen ständig ebenfalls metrische Veränderungen (Taktwechsel). Obwohl das Tempo, die Noten- und Pausenwerte äußerst streng jeweils ausgehalten werden müssen, um die Spannung hochkonzentriert zu erhalten, hat man den Eindruck, das Werk wird (bedingt durch die Zeitvariablen) allmählich schneller.
Gegen Ende der Komposition entsteht durch die umgekehrten Zeitverhältnisse (Zeitdehnungen) der Eindruck, als würde das Werk langsamer, und mündet wie bei einem formalen Durchbruch in eine transzendente Dimension einer Coda.
- Musik für Schlagzeug, WebWV 98
für 3 Schlagzeuger
Nr. 1 schwarz - grün
Nr. 2 braun - gelb
Nr. 3 rot - schwarz
ISMN M-2054-0770-4
- Streichquartett
Sectionen, WebWV 100 ISMN M-2054-0896-1
Dieses Werk hat die Sektionsform, ein Versuch, eine neue Form zu entwickeln. Diese durchgehende Sektionsform besteht aus zehn Sektionen mit den Taktwechseln 5/4, 4/4, 3/4 und 2/4 Takt. Vom glissandierenden Tremolosatz bis zur formalen Ellipse schließt sich die Form.
- Sieben Miniaturen für Saxophonquartett,
WebWV 111 Sopran,- Alt-, Tenor- und Bariton-Saxophon ISMN M-2054-0770-4
Die sieben Miniaturen zeichnen sich durch kontrastierende Satzcharakteren aus. Die Intervallstruktur der Miniaturen bezieht sich sowohl vertikal als auch horizontal auf die große Septime.
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